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epiAge Experience: Experiment 5 - Höhen und Tiefen einer Langzeitüberwachung des biologischen Alters

Was kann passieren, wenn man sein biologisches Alter über einen längeren Zeitraum beobachtet?

Dr. Gwen Bingle
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10.12.2023

Unser letzter Beitrag war ein ziemlich revolutionärer Einblick in die Langzeitbeobachtung eines engagierten Biohackers, der sein biologisches Alter über 554 Tage mit dem epiAge Test aufzeichnete, während er einen Longevity-Lebensstil pflegte. Wir stellten fest, dass das epigenetische Reduzieren von Jahren einer Gewichtsabnahme ähnelt: Der Abwärtstrend war zwar eindeutig, aber es schien auf dem Weg eine Reihe von Rückschlägen zu geben...

Aber wir ließen Sie im Dunkeln darüber, was sich hinter den Gipfeln und Tälern dieser Zickzacklinie verbarg. Wenn wir Gewicht abnehmen wollen, sind wir vielleicht mit Versuchungen wie dem Schokoladenkuchen auf einer Geburtstagsfeier oder dem unwiderstehlichen Bier in der Stammkneipe konfrontiert. Aber wenn es um biologische Jahre geht, was ist es dann, das uns so spektakulär aus der Bahn wirft?

In unserer Fallstudie waren die wichtigsten Störfaktoren die Corona-Impfungen sowie die Einnahme Senolytika. Natürlich verursachten erstere die Höhen, während letztere die Tiefen ermöglichten, nicht wahr? Leider erwies sich die Realität als etwas komplizierter.

Höhen und Tiefen einer Langzeitbeobachtung des biologischen Alters

Tal Nr. 1 wurde in der Tat kurz vor der ersten mRNA-Impfung gemessen, die einen steilen Anstieg auszulösen schien. Die zweite Impfung, die mit Gipfel 2 zusammenfiel, schien jedoch kaum einen Anstieg zu bewirken, da das biologische Alter danach stetig abnahm. Tal 3 wurde kurz vor der sogenannten Booster-Impfung gemessen, gefolgt von einem leichten Anstieg in den nächsten Tagen, bevor er zwei Wochen nach der Injektion seinen Höhepunkt mit Gipfel 4 erreichte. Diese Entwicklung scheint zu verdeutlichen, wie das Immunsystem auf den Impfstoff-„Eindringling“ reagiert: eine anfänglich sehr starke Reaktion, die sich mit den nachfolgenden Impfungen abzuschwächen scheint.  

Im Gegensatz dazu wurden die Täler A, B und C kurz vor der Einnahme von Senolytika gemessen, was bedeutet, dass sie womöglich einen kleinen Anstieg des biologischen Alters auslösten, bevor dieser wieder abflaute. Dieses Phänomen scheint darauf hinzudeuten, dass Senolytika – ebenso wie Impfstoffe – vom Stoffwechsel zunächst als Stressquelle wahrgenommen werden, bevor sie ihren vollen Nutzen für die Langlebigkeit entfalten.

Eine interessante Erkenntnis, nicht wahr? Auch wenn sie anekdotisch bleibt, wie all unsere sonstigen "experience epiAge"-Experimente... Wie immer sind wir neugierig auf Ihre Erfahrungen: Stimmen sie mit diesen Ergebnissen überein oder widersprechen sie ihnen? Wir würden uns freuen, von Ihnen zu hören!

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Bilder

Julius Silver – pexels

epiAge

BEITRAG VON
Dr. Gwen Bingle
epiAge Deutschland Content & Customer Relations
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