Revolution in der Prävention?

Dr. Gwen Bingle
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Sep 7, 2021

epiAge Deutschland und HKG Epitherapeutics stellen die Weichen für eine gemeinsame Zukunft in der Krankheitsfrüherkennung

Wie könnten die Kräfte eines kanadischen Spitzenforscherteams im Bereich Epigenetik und ihres Spin-offs HKG Epitherapeutics mit denen von epiAge Deutschland – ein vielversprechendes deutsches Start-up mit europäischem Netzwerk – vereint werden, um einen revolutionären Beitrag zur gesundheitlichen Prävention zu leisten?

Diese Frage beschäftigte Martin Berlet, epiAge CEO, und Prof. Dr. Moshe Szyf von der McGill Universität in Montreal – der prominenteste Wissenschaftler hinter dem epiAge Test – als sie sich am Rande des 6. Weissenburger Symposiums unter der Schirmherrschaft der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina diese Woche trafen. Die hochkarätige Veranstaltung zum Thema „Genome-wide Epigenetic Profiles“* bot spannende Beiträge zur aktuellsten epigenetischen Forschung und Professor Szyf referierte über „Early life stress, trauma and post trauma stress disorder: Is there a role for DNA methylation?“.

Martin Berlet und Moshe Szyf in Weissenburg am 01.09.2021

Berlet und Szyf ging es aber primär darum, ihre neue Joint-Venture zu besprechen. Auf dem Erfolg vom epiAge-Test soll sehr bald weiter gebaut werden. In der Tat haben Szyf und sein Team eine ganze Reihe an epigenetische Tests zur Krankheits-Früherkennung (insbesondere verschiedene Krebsarten) entwickelt. Da Zivilisationskrankheiten in post-industriellen Gesellschaften sich weiterhin explosionsartig verbreiten und einen enormen finanziellen Aufwand – sowohl bei der Diagnose als bei der Behandlung – bei zugleich oft zu später und ungenauer Erkennung bedeuten, stellt der Einsatz von epigenetischen Frühdiagnose-Tests in der medizinischen Prävention einen wahren Paradigmenwechsel dar.

Hierfür haben Szyf und sein Team Früherkennungs-Tests entwickelt, die ähnlich benutzerfreundlich konzipiert und erschwinglich sind wie der epiAge-Test zur Feststellung des biologischen Alters – auch wenn diese Tests aufgrund der Unumgänglichkeit einer medizinisch-diagnostischen Betreuung nicht für eine Benützung in Eigenregie gedacht sind. Diese Tests sollten eine viel frühere Diagnose diverser Krankheiten (wie z.B. Leber- oder Gebärmutterhalskrebs) ermöglichen, die dann Betroffenen und deren medizinischen Beratungsteams eine Vielzahl an weniger invasive Therapieoptionen bieten würden, um die Krankheit früher und sicherer zu besiegen – mit möglichst begrenzten Nebenwirkungen und Kosten. Wenn diese Früherkennungsoption mittelfristig von Krankenversicherungen unterstützt oder in den Public Health Strategien von Gesundheitsbehörden einbezogen werden würde, könnten sowohl Leid als auch Gesundheitskosten dramatisch sinken.

Konkret wird also eine Partnerschaft ausgelotet, um einen EU-weiten Absatz dieser Tests gewährleisten zu können. Herzstück der Joint Venture soll die Errichtung eines Hightech- Labors in Martinsried bei München – also wohl im berühmtesten biotechnologischen Standort Deutschlands. Die Etablierung eines bestens ausgerüsteten Analyselabors samt Vertriebszentrale in München wird eine reibungslose logistische Distribution der Tests im ganzen europäischen Raum bei einer gewinnbringenden Einbeziehung der exzellenten fachlichen und organisatorischen Vorteile am Standort ermöglichen -also gebündelte internationale Life Sciences Forschung in höchster „made in Germany“ Qualität!

Interessiert? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

*Cf. https://genetik.uni-koeln.de/sites/genetics/user_upload/Invitation-to-the-Sixth-Weissenburg-Symposium.pdf (letzter Zugang am 03.09.2021)

BEITRAG VON
Dr. Gwen Bingle
epiAge Deutschland Content & Customer Relations
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